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Kreuzmatt - Viele Ideen für eine bessere Integration

Zukunftswerkstatt im Stadtviertel Kreuzmatt bringt neue Impulse

Einmal im Monat gemeinsame Essen organisieren, Einkaufshilfen für ältere Leute anbieten, muttersprachlichen Unterricht an Schulen einrichten. So vielfältig sind die Vorschläge der Kreuzmatt-Bewohner, um die Integration in ihrem Viertel voranzubringen.

Zur Zukunftswerkstatt in der Kreuzmatt hatte die Abteilung Familie und Bildung der Stadt Kehl eingeladen. Die Bürger konnten hierbei ihre Ideen vorbringen.
Gemeinsam mit Vertretern der Gemeinwesenarbeit, der Diakonie, des DRK, des Frauen- und Mütterzentrums und der Kreuzmatt-Kita beratschlagten die Bürger, was in Sachen Integration und Zusammenhalt verbessert werden könnte. Ein Teilnehmer schlug vor, dass Jugendliche und junge Erwachsene für ältere, weniger mobile Bürger die Einkäufe erledigen könnten - mit dem Ziel, den Zusammenhalt der Generationen zu festigen.
Ein Punkt, der vielen Teilnehmern am Herzen lag, war die Schaffung von Räumen für gemeinsame Aktivitäten: So soll es ab Juni ein Begegnungscafé für die Bewohner der Kreuzmatt in der neuen Villa Riwa geben. Dort könnten etwa Senioren gemeinsam kochen oder die Bewohner sich regelmäßig einmal im Monat zum  Mittagessen treffen.
Neben dem Begegnungscafé könne auch ein neuer Spielplatz im Zentrum der Kreuzmatt als Raum für Veranstaltungen wie Grillfeste genutzt werden, waren sich die Besucher der Zukunftswerkstatt einig.

Wie und wann die einzelnen Vorschläge umgesetzt werden, wird in weiteren Treffen besprochen. Die Zukunftswerkstatt ist eine von mehreren Veranstaltungen, die der Erarbeitung einer Integrationskonzeption für die ganze Stadt Kehl dienen. Nach der Auftaktveranstaltung der Reihe im Juli 2015 und 3 zentralen Foren zum Thema Integration werden nun in einzelnen Ortschaften sog. Zukunftswerkstätten abgehalten, bei denen Bürger mit den Vertretern verschiedener sozialen Einrichtungen über Möglichkeiten zur Förderung der Integration in ihrem Quartier beraten.
Der Prozess zur Erarbeitung der Integrationskonzeption wurde initiiert von Nanine Delmas, Fachbereichsleiterin Familie und Bildung der Stadt Kehl. Als Berater und Moderator begleitete Frank Jessen (Institut für interdisziplinäre Beratung und interkulturelle Seminare) das Projekt, das vom baden-württembergischen Ministerium für Integration gefördert wird. Das Institut hat sich darauf spezialisiert, Konzepte für die Integration zu entwickeln.
Die nächste Zukunftswerkstatt findet am Donnerstag, 25. Februar 2016 in Auenheim statt. Die Abschlussveranstaltung ist für den 14. Juni geplant.

(Text entnommen aus: Reiff Druck - Kehler Zeitung, 05.02.16)