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Notfallnachsorgedienst - Eine wichtige ehrenamtliche Aufgabe

Notfallnachsorge (NND) ist eine kurzfristig einsetzbare, zeitlich begrenzte Begleitung von Personen in akuten Krisensituationen, z.B. wenn Menschen nach einem schweren Unglück vorübergehend nicht in der Lage sind, das Erlebte zu verarbeiten und verantwortlich zu handeln. Die Notfallnachsorge versteht sich als psychische und soziale Erste Hilfe, sie ist keine Therapie. Oft geht es einfach darum, menschliche Nähe zu schenken, Zeit zu haben, es geht um Zuhören, Reden, Trösten, Beten, Aktivierung des evtl. vorhandenen sozialen Netzes. Das heißt, Notfallnachsorge beinhaltet auch die Organisation bzw. Mithilfe bei der Sicherstellung weiterer Betreuung durch Angehörige, Freunde, Seelsorger, Ärzte, Selbsthilfegruppen oder soziale Dienste.

 

Einsatzanlässe könnten sein:

  • akut bedrohliche Erkrankungen
  • Unfälle mit Schwerverletzten und Todesfällen
  • Brandeinsätze
  • Vermisstensuche
  • Evakuierungen
  • Suizid
  • plötzlicher Säuglingstod *
  • Unterstützung der Polizei beim Überbringen von Todesnachrichten
  • Beistand bei der Verabschiedung von einem Verstorbenen
  • Betreuung Unverletzter, Augenzeugen bei Großschadenereignissen
  • Unterstützung der sozialen Betreuung im Katastrophenfall

 

Die betroffenen Menschen entscheiden dabei selbst, ob und in welchem Umfang sie das kostenfreie Angebot des Notfallnachsorgedienstes (NND) wahrnehmen möchten.

Jeder Mitarbeiter erfährt eine umfassende Ausbildung von 80 Unterrichtseinheiten, in der auch typische Situationen besprochen und geübt werden

 

In der NND-Gruppe des Kreisverbandes Kehl arbeiten 11 ausgebildete Helferinnen und Helfer mit, die sich regelmäßig zum Austausch oder zu Fortbildungen treffen.